Zeittafel 1193 - 1306
| 1193 | Verleihung der Zollrechte auf der Weser bei Vlotho und auf der Ems an den Ravensberger Grafen durch Heinrich IV. |
| 1198 | Innozenz III. folgt Coelestin III. auf den Papstthron |
| 1202 | Vierter Kreuzzug |
| 1203 | Otto von Oldenburg Bischof in Münster |
| 1204 | Kreuzfahrer erobern Konstantinopel |
| 1212 | Friedrich II. deutscher König |
| 1214 | Graf Hermann von Ravensberg erhebt Bielefeld zur Stadt |
| 1215 | Friedrich II. Deutscher Kaiser |
| 1216 | Honorius III. römischer Papst Engelbert I. von Berg Erzbischof in Köln Wilhelm von Diepholz Bischof von Minden |
| 1219 | Dietrich von Isenberg Bischof in Münster |
| 1221 | Graf Herrmann von Ravensberg stirbt, seine Söhne Ludwig und Otto teilen mehr oder weniger friedlich den Besitz des Vaters, Beginn einiger Auseinandersetzungen |
| 1225 | Heinrich I. von Müllenark Erzbischof in Köln Wilbrand von Oldenburg Bischof in Paderborn |
| 1226 | Erbvergleich zu Herford Ludwig und Otto lassen ihre Streitigkeiten auf Vorschlag von Ottos Frau, Sophie von Oldenburg durch die Kirche schlichten:Ludwig erhält Burg Ravensberg, die Güter zu beiden Seiten des Osning (Teutoburger Waldes) und die Stadt Bielefeld, Otto bekommt die um Vechta gelegenen Allodialgüter und die Herrschaft Vlotho. Ludolf von Holte Bischof von Münster |
| 1227 | Gregor IX. neuer PapstKonrad von Velber Bischof von Osnabrück |
| 1228 | Bernhard IV. von der Lippe Bischof von Paderborn |
| 1228/29 | Fünfter Kreuzzug |
| 1231 | Friedrich von Iburg und sein Vetter Otto von Tecklenburg werden beide mit dem Kirchenbann belegt. Otto und Ludwig beteiligen sich an der folgenden Fehde, die noch im selben Jahr im Frieden von Glandorf geschlichtet wird. Der Tecklenburger muß zwar um den Frieden bitten, ist aber längst nicht völlig unterworfen, die Ravensberger kehren mit leeren Händen heim. |
| 1234 | Ludwig kämpft auf Seiten des Bremer Bischofs gegen die Stedinger Bauern und nimmt am 27.Mai an der Schlacht auf dem "Alten Esch" teil. Er wird vom siegreichen Bischof reich belohnt. |
| 1238 | Jutta von Ravensberg, Tochter und Erbin Ottos und Sophiens wird nicht achtjährig dem Tecklenburger(!) Erbgrafen zur Ehe versprochen, der weitläufig mit Sophie verwandt ist. Konrad I. von Hochstaden Erzbischof in Köln |
| 1239 | Bischof Wilhelm von Minden überschreibt alle Mindener Lehensübertragungen an die Ravensberger direkt auf Sophie von Ravensberg und ihre Tochter. Engelbert von Isenberg Bischof von Osnabrück |
| 1241 | Coelestin IV. Papst |
| 1242 | 5. April: Alexander Nevski besiegt die Ritter des Deutschen Ordens auf dem gefrorenen Peipus-See |
| 1243 | Bischof Wilhelm von Minden stirbt, ihm folgt Johann von Diepholz nach, dieser bestätigt die Lehensübertragung bei einem Treffen in Dehme.Innozenz IV. neuer Papst |
| 1244 | Sophie von Ravensberg läßt sich durch Kaiser Friedrich II. die nördlichen Reichslehen (in und um Vechta) direkt auf sich überschreiben (die sie im Alter an das Bistum Münster verschenkt). Otto II. stirbt, daraufhin verlangen die Tecklenburger die Herausgabe der Herrschaft Vlothos als Erbteil Juttas. Ludwig führte damit gleichzeitig Fehden gegen die Tecklenburger um die Burg Vlotho und gegen den Grafen von Waldeck, zwei Brüder von der Lippe und den Bischof von Münster um die Burg Rheda. |
| 1245 | Ludwig wird von den Tecklenburgern und ihren Verbündeten, den Bentheimern, Oldenburgern und Simon von der Lippe besiegt und eingesperrt. |
| 1246 | Friedensschluß am Freistuhl zu Süntelbeck: Ludwig muß 800 Mark Lösegeld zahlen und verliert die Herrschaft Vlotho an die Tecklenburger. |
| 1246/47 | Heinrich Raspe dt. Gegenkönig, die Ravensberger unterstützen Friedrich (anders als die meisten ihrer Nachbarn) |
| 1247 | Simon I. von der Lippe Bischof in Paderborn Otto II. von der Lippe Bischof von Münster |
| 1248-54 | Sechster Kreuzzug |
| 1253 | Widekind von Hoya Bischof von Minden |
| 1254 | Alexander IV. neuer Papst |
| 1249 | Ludwig von Ravensberg stirbt, die Erbfolge bereitet erneut einige Probleme: Ludwig war zweimal verheiratet, zuerst mit Gertrud, einer Schwester Bernhards von der Lippe, diese Ehe blieb scheinbar kinderlos, danach heiratete er Adelheid von Ratzeburg. Aus dieser Ehe stammen die drei Söhne Otto, Ludwig und Johann, deren Vormundschaft nach Graf Ludwigs Tod der Graf Bernhard von der Lippe übernahm.Adelheit floh mit ihren Kindern zu ihrer Ratzeburger Verwandschaft, woraufhin Bernhard die Burg Ravensberg gewaltsam mit seinen Männern besetzte. |
| 1250 | Friedrich II. stirbt, ihm folgt Konrad IV. auf dem Thron |
| 1251 | Bruno von Isenberg Bischof von Osnabrück |
| 1254 | Konrad IV. stirbt, Beginn des Interregnums, der Kaiserlosen Zeit. In der Schlacht auf dem Wolfskamp bei Dortmund werden die lippischen Brüder Bernhard und Simon besiegt, Bernhard gelingt die Flucht auf den Ravensberg, wo er von Graf Hermann von Schwalenberg, einem Verbündeten der Ravensberger belagert wird. |
| 1257 | Friedensschluß in Herford: Bernhard von der Lippe zieht ab, die Ravensberger kehren zurück und Otto III. ist Graf von Ravensberg |
| 1259 | Von März bis August [...] fiel kaum Regen, es herrschte Überfluß an allen Früchten, namentlich an Wein, dergestalt, daß die leeren Fässer in höherem Wert standen als der Wein selbst - Chronik von Speyer An sich war das Wetter mit dem heutigen vergleichbar: Frühjahr und Sommer waren überwiegend trocken, harte Winterfröste selten, mediterrane Vegetation dehnte sich nach Norden aus. Albertus Magnus berichtet von Feigenbäumen in der Kölner Ebene, die dreimal im Jahr Früchte trugen. Balduin von Rüssel Bischof von Osnabrück Wilhelm von Holte Bischof von Münster |
| 1261 | Urban IV. Papst in RomEngelbert II. von Falkenburg Erzbischof von Köln Kuno von Diepholz Bischof von Minden Gerhard v.d. Mark Bischof von Münster Otto III. siegt in der Fehde gegen die Ritter von Gesmold, die von da an den Ravensbergern zu Beistand verpflichtet sind.Der Erzbischof von Köln wird bei Zülpich schwer geschlagen, Otto unterstützte den sieglosen Bischof, wie weit, ist nicht genau bekannt. |
| 1265 | Klemens IV. römischer PapstWidukind von Waldeck Bischof in Osnabrück |
| 1267 | Otto I. Bischof von Minden |
| 1270 | Bielefeld tritt der Hanse bei. Konrad von Rietberg Bischof von Osnabrück |
| 1271 | Gregor X. Papst |
| 1273 | Rudolf I. von Habsburg deutscher König, Ende des Interregnums |
| Siegfrid von Westerburg Erzbischof von Köln Eberhard von Diest Bischof von Münster |
| 1276 | Innozenz V. Papst, noch im selben Jahr folgen ihm Hadrian V. und Johannes XXI. Volkwin von Schwalenberg Bischof von Minden |
| 1277 | Geheimbündnis in der Abtei Herford: Otto verbündet sich mit den Bischöfen von Osnabrück und Münster gegen die Grafen von der Lippe. Als Verbündeter der Herren von Rietberg beteiligt er sich an der Belagerung der Stadt Paderborn, die sich gegen ihren Bischof erhoben hatte. Aus dieser Fehde erhält Otto große Teile des späteren Amts Sparrenberg vom Paderborner Bischof zum Lehen, ist diesem also zur Heerfolge verpflichtet. Nikolaus III. wird neuer Papst Otto von Rietberg Bischof in Paderborn (bis 1307) |
| 1278-80 | Siegreiche Fehde gegen den Grafen von Stromberg: Dieser muß ein Lösegeld von 200 Mark an Otto zahlen. |
| 1281 | Martin IV. Papst |
| 1285 | Honorius IV. Papst |
| 1288 | 5.Juni: Schlacht von Worringen - der Herzog von Brabant besiegt den Erzbischof von Köln, aus dessen Seite auch Ravensberger Ritter kämpfen. Nikolaus IV. Papst"Ende der 80er"Übereinkunft mit den Edelherren vom Berge: Teilung der Herrschaft Vlothos, damit erhalten die Ravensberger wieder Zugang zur Burg Vlotho, die nach dem Frieden von Süntelbeck verloren war. Später geben die Herren vom Berge ihre Ansprüche ganz auf. |
| 1291 | Rudolf von Habsburg stirbt, ihm folgt Adolf von Nassau |
| 1292 | Otto läßt die Neustädter Marienkirche in Bielefeld erbauen. |
| 1293 | Konrad Wardenburg Bischof von Minden |
| 1294 | Coelestin V. Papst, noch im selben Jahr folgt ihm Bonifatius VIII. |
| 1295 | Ludolf von Rosdorf Bischof von Minden |
| 1297 | Wigbold von Holte Erzbischof von Köln Ottos Bruder Ludwig von Ravensberg wird Bischof von Osnabrück (bis 1307) |
| 1298 | Adolf von Nassau stirbt, ihm folgt Albrecht I. von Österreich als deutscher König |
| 1301 | Otto III. von Rietberg Bischof von Münster |
| 1302 | Simon von Lippe, Sohn Graf Bernhards, überfällt seit Jahren mit Raubzügen das osnabrücker Land, die ravensberger Brüder samt der Bischöfe von Minden und Paderborn schließen sich zusammen, setzen ihn gefangen und schleppen ihn nach Osnabrück wo er 6 Jahre in einem hölzernen Käfig absitzen muß. Im Zuge dieser Fehde wird die lippische Burg zu Enger belagert, erobert und geschleift, die umliegenden lippischen Güter gehen an Graf Otto, später erwirbt er noch die Burg Limberg |
| 1303 | Benedikt XI. Papst |
| 1304 | Heinrich II. von Virneburg Erzbischof von Köln Gottfried von Waldeck Bischof von Minden (bis 1324) |
| 1305 | Clemens V. Papst in Rom (er wird 1309 nach Avignon umziehen) |
| 1306 | Graf Otto III. stirbt und wird in der Neustädter Marienkirche in Bielefeld beigesetzt. Otto heiratete Hedwig aus dem Hause Lippe und hatte 8 Kinder: Uda, Hadwig, Hermann, Ludolf, Otto, Bernhard, Sophie und Adelheit. Otto IV. wird Graf von Ravensberg. Konrad vom Berg Bischof von Münster |
Quellen:
Gustav Engel, "Die Ravensbergischen Landesburgen"
Christian Zentner, "Der große Bildatlas zur Weltgeschichte", 1992, Unipart
Michael Jeismann, "Das 13. Jahrhundert", 2000, Beck
David Nicolle, "Lake Peipus 1242", Osprey
www.wikipedia.orgwww.hoeckmann.de/geschichte/